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„Die Geduld ist am Ende“

Symbolbild (Foto: Caritas)

Die Gemeinde Corvara bleibt bei ihrem Nein zum Sprar-Programm – und verzichtet damit auf 142.000 Euro: Damit will sie auch ihren Protest gegen die Politik in Bozen zum Ausdruck bringen.

von Silke Hinterwaldner

Am Donnerstagabend hat sich Gebhard Mair, Leiter der Sozialdienste im Pustertal, auf den Weg nach Corvara gemacht. Da wusste er schon, dass ihn keine einfache Sitzung erwarten würde.

Mair hatte sich mit den Gemeinderäten von Corvara getroffen, um ein Thema zu diskutieren, das seit Monaten das ganze Land beschäftigt: das Sprar-Programm zur Unterbringung von Flüchtlingen in den einzelnen Gemeinden. Während in allen anderen Kommunen, die zur Bezirksgemeinschaft Pustertal gehören, mittlerweile ein positiver Bescheid erwirkt wurde, bleibt Corvara hart.

Das hat die Mehrheit der Gemeinderäte bei der entscheidenden Sitzung am Freitagvormittag noch einmal deutlich gemacht: zehn Nein, vier Ja. Damit spricht sich Corvara weiterhin gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus, selbst wenn dies mit sich bringt, dass allein im laufenden Jahr 142.000 Euro aus dem Gemeindehaushalt gestrichen werden.

Aber warum zeigt sich eine an und für sich reiche Gemeinde wie Corvara so unnachgiebig?

„Wir sind nicht gegen Sprar oder gar gegen die Flüchtlinge“, argumentiert Bürgermeister Robert Rottonara. Das Nein aus der Tourismushochburg Corvara soll vielmehr ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Landesregierung in Bozen sein.

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