Angebot ins Ausland
Jetzt treibt es Ingemar Gatterer mit seinen Provokationen auf die Spitze: Der SAD-Boss hat ausländischen Konzernen angeboten, ab Dezember alle Busse und Depots zu vermieten – und er stellt sogar einen Verkauf der gesamten Bussparte in den Raum.
von Heinrich Schwarz
Die Fronten im Kampf von SAD-Chef Ingemar Gatterer gegen das Land lassen sich schon längst nicht mehr an einer Hand abzählen. Gatterer geht es offensichtlich darum, möglichst viel Chaos zu stiften, um Landeshauptmann Arno Kompatscher und Co. in die Knie zu zwingen.
Jetzt lässt der SAD-Chef wieder mit neuen Provokationen aufhorchen. Vor wenigen Tagen teilte er dem Land mit, dass die SAD die Busdienste mit Ende der Konzessionsdauer im November 2018 nicht mehr durchführen will. Es kann nämlich sein, dass sich die Neuvergabe – etwa durch Rekurse – hinauszögert, sodass die Dienste ab Dezember weitergeführt werden müssten.
Gatterer will also die Busdepots und die 230 Busse vermieten. Dem Land hat er eine jährliche Miete von insgesamt 15,8 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer vorgeschlagen.
Und Gatterer hat noch nachgelegt. Die SAD hat beschlossen, für den ab 2018 einzurichtenden Ersatzdienst eine Markterhebung durchzuführen. Die Depots und Busse inklusive Personal sollen jenem Unternehmen vermietet werden, das das höchste Entgelt bezahlt. Zwölf Unternehmen – darunter Deutsche Bahn, Arriva, RATP und Busitalia – wurden die Unterlagen zugeschickt.
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UND:
DIE SAD SETZT IHRE EXPANSION IM AUSLAND FORT.
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