Keine Einigung
Der Schlichtungsversuch im Streit zwischen der SAD und den Gewerkschaften ist gescheitert.
von Heinrich Schwarz
Im Rechtsstreit zwischen der SAD und drei Gewerkschaften – ASGB, UIL-SGK und AGB-CGIL – wurde es am Mittwoch ernst. Nachdem die Gewerkschaften in den letzten Wochen an unterschiedlichen Tagen Termine vor dem Arbeitsgericht hatten, gab es nun Verhandlungen mit allen Beteiligten.
Zur Erinnerung: Die Gewerkschaften hatten Rekurse gegen die einseitige Kündigung des Zusatzvertrages der Busfahrer durch die SAD eingereicht. Außerdem werfen sie dem Unternehmen gewerkschaftsfeindliches Verhalten vor. Die SAD-Führung hatte mehrmals erklärt, dass es das Ziel der Gewerkschaften sei, die Interessen des Konkurrenz-Unternehmens Busitalia zu vertreten. Das entbehre jeglicher Grundlage.
Im Vorfeld der Verhandlungen am Mittwoch – die Verfahren waren weiterhin getrennt – bewerteten die Gewerkschaften mit ihren Anwälten gemeinsam den Schlichtungsvorschlag, den das Arbeitsgericht unterbreitet hatte. Es wurde eine gemeinsame Position festgelegt, unter welchen Voraussetzungen der Rechtsstreit beendet werden kann.
Doch es kam schließlich so, wie es nach den ständigen Konflikten in den letzten Jahren zu erwarten war: „Der Schlichtungsversuch ist gescheitert, es gab keine Einigung“, berichtete Felix von Wohlgemuth, der den ASGB als Rechtsanwalt vertritt, nach der rund zweistündigen Verhandlung.
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Die SAD hat einigen kleinen Busunternehmen vor wenigen Tagen die Subaufträge entzogen. Jetzt greift Landeshauptmann Arno Kompatscher ein.
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