„Bravissimo LH“
Wie reagieren die Abgeordneten auf die Wiederkandidatur des Landeshauptmanns? Die TAGESZEITUNG hat sich im Südtiroler Landtag umgehört.
Paul Köllensperger (Movimento 5 Stelle): Für mich ist die Ankündigung Kompatschers, noch einmal zu kandidieren, keine Überraschung. Es ist gleich, ob er Landeshauptmann ist oder nicht – in Südtirol wird sich dadurch nichts ändern. Wenn die Bürger eine wirkliche Veränderung wollen, dann müssen sie die SVP abwählen. Denn die SVP ist das große Problem. Kompatscher hat in seinen vier Jahren sicher viel angepackt. Die von ihm versprochene große Erneuerung ist aber nicht eingetreten. Er hat die strategischen Posten zwar mit seinen Leuten besetzt – das System blieb aber dasselbe. Ich glaube nicht, dass sich mit einem Herbert Dorfmann als Landeshauptmann viel ändern würde. Wahrscheinlich würde die Landespolitik dann nur noch Bauernbund-lastiger.
Andreas Pöder (BürgerUnion): Kandidieren ist sein gutes Recht. Kompatscher ist Verwaltungschef und kein Landeschef. Mit ihm droht Südtirol zu einer schlechteren Kopie des Trentino zu werden und weiter nach links abzudriften. Kompatschers Motto: Kompatscher zuerst! Bessere Alternative: Jeder, der Südtirol zuerst vertritt! Ich selbst sehe mich als Oppositioneller als Anti-Kompascher.
Elena Artioli (A-Team): Für mich persönlich ist Arno Kompatscher ein „bravissimo“ Landeshauptmann. Deshalb habe ich ihn im Landtag auch gewählt und unterstützt. Als Frau würde ich mir natürlich wünschen, dass Südtirol bald eine Landeshauptfrau bekommen darf.
Umfrage: Matthias Kofler
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